«Kinetische Membrane»

Winterolympiade Sotschi 2014

Projekttyp: Temporärer Pavillon / Medien- und Fassadeninstallation
Ort: Sotschi, Russland
Architektur: Asif Khan Architects, London
Engineering & Entwicklung: iart engineering, Basel


Projektübersicht
Im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi entstand der MegaFon-Pavillon — ein rund 2’000 m² grosser Kubus für das russische Telekommunikationsunternehmen MegaFon. Ziel des Projekts war es, Besucherinnen und Besucher selbst zum Gesicht der Spiele werden zu lassen. Für die Entwicklung des Pavillons arbeitete der Architekt Asif Khan eng mit dem Basler Entwicklungs- und Ingenieurbüro iart zusammen. Das Ergebnis ist eine spektakuläre Architekturinstallation, die digitale Technologie, Bewegung und textile Materialität miteinander verbindet.

Kinetische Fassade
Der Pavillon verfügt über eine grossformatige kinetische Fassade, die sich in dreidimensionale Abbilder der Gesichter von Besuchern verwandelt. Über digitale Scanstationen erfasste Porträts werden in Echtzeit auf die Gebäudehülle übertragen. Die Fassade besteht aus rund 11’000 Aktuatoren, die jeweils mit Vollfarben-LEDs ausgestattet sind. Diese bewegen eine textile Membran aus Stretchmaterial und ermöglichen so die dreidimensionale Transformation der Oberfläche.

Textile Entwicklung
Annette Douglas war als Projektleiterin und Co-Entwicklerin innerhalb des interdisziplinären Teams für die Entwicklung der kinetischen Membran verantwortlich. Die textile Oberfläche bildet das zentrale Medium zwischen digitaler Technologie und architektonischer Erscheinung und verbindet Bewegung, Licht und Material zu einer interaktiven Fassadenerfahrung.

Architektonische Wirkung
Das Projekt zeigt, wie textile Materialien in Verbindung mit Technologie neue Formen architektonischer Kommunikation ermöglichen und Gebäude zu dynamischen, interaktiven Medienräumen werden lassen.