«Lux Guyer»
Berghaus «Voa Crapera» Lenzerheide 2020
Projekttyp: Denkmalgeschütztes Wohnhaus / Textil- und Innenraumkonzept
Ort: Lenzerheide, Schweiz
Originalarchitektur: Lux Guyer (1938)
Zusammenarbeit: Richter Tobler Architekten
Interior/Textilgestaltung: Annette Douglas
Bauherrschaft: Privat
Fotografie: © Daisuke Hirabayashi
Projektübersicht
Das Berghaus «Voa Crapera» in Lenzerheide wurde 1938 von der Architektin Lux Guyer, der ersten selbstständig tätigen Architektin der Schweiz, entworfen. Das Projekt verbindet ihre eigenständige architektonische Handschrift mit der alpinen Landschaft sowie der Tradition des ländlichen Bergbaus. Mit grosser Sorgfalt entwickelte Lux Guyer atmosphärische Raumqualitäten durch Lichtführung, Materialwahl und Möblierung. Textilien spielten dabei stets eine zentrale Rolle und tragen wesentlich zur Stimmung und räumlichen Wirkung ihrer Innenräume bei.
Architektonischer Kontext
Lux Guyers Arbeit zeichnet sich durch eine spielerische, collageartige Herangehensweise sowie eine besondere Liebe zum Handwerk aus. Der bewusste Umgang mit Material, Form und Farbe schafft Innenräume, die zugleich klar strukturiert und emotional geprägt sind.
Interio, Textilkonzept und Weiterentwicklung
Annette Douglas erhielt die Aufgabe, die Textilkonzepte für zwei Bauten von Lux Guyer weiterzuentwickeln — «Schiedhalde» (2014) sowie das Berghaus «Voa Crapera» (2020). In enger Zusammenarbeit mit der privaten Bauherrschaft und Sven Richter von Richter Tobler Architekten wurde das historische Haus behutsam in die Gegenwart überführt. Die Intervention respektiert den ursprünglichen architektonischen Geist und ergänzt ihn durch zeitgenössische Elemente, die heutige Wohnbedürfnisse aufnehmen und zugleich Lux Guyers gestalterisches Erbe weiterführen.
Architektonische Wirkung
Das Projekt zeigt, wie textile Gestaltung sensibel mit architektonischem Erbe in Dialog treten kann, indem historische Atmosphäre bewahrt und gleichzeitig eine zeitgemässe Nutzung ermöglicht wird.





