«Gesticktes Unkraut»
Jacob Burckhardt Haus Basel 2004
Projekttyp: Bürogebäude / Textil- und Akustikinstallation
Ort: Basel, Schweiz
Architektur: ffbk Architects, Basel
Akustikplanung: Applied Acoustics, Sissach
Kunde: Straumann, Basel
Fotografie: © Ruedi Walti
Projektübersicht
Für die Straumann-Gruppe in Basel entwickelte Annette Douglas ein textiles Gestaltungskonzept für Akustikwände im Open-Space-Büro. Das Projekt ging als Gewinner aus einem eingeladenen Wettbewerb hervor und wurde für den Swiss Design Award 2005 nominiert.
Konzept
Die grossformatigen akustischen Pendelwände (240 × 375 cm) fungieren gleichzeitig als Raumteiler, Schallabsorber, Deckenleuchten und Träger der Stromversorgung. Damit verbinden sie mehrere funktionale Anforderungen in einem einzigen architektonischen Element. Die Umgebung des Gebäudes — eine karge urbane Landschaft, geprägt von Eisenbahngleisen und Strassen — inspirierte das gestalterische Motiv. Pflanzen wie Platterbse und Wicke, die sich in unwirtlichen Umgebungen behaupten, wurden zum Ausgangspunkt des Designs und symbolisieren das Entstehen neuer Lebensräume im urbanen Kontext.
Textile Umsetzung
Insgesamt wurden sechs unterschiedliche «Unkraut»-Designs entwickelt und gestickt. Die Motive verteilen sich über 66 akustische Wände, die auf Rahmen mit schaumgefülltem Kern montiert sind und sowohl akustische als auch gestalterische Funktionen erfüllen.
Bedeutung
Das Projekt aus dem Jahr 2004 markiert einen wichtigen Wendepunkt im Werk von Annette Douglas. Es weckte das nachhaltige Interesse, textile Materialien gezielt zur Verbesserung der Raumakustik einzusetzen und bildete den Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung textilorientierter akustischer Lösungen.



