«Sketchblock»
douGLAS 2020 ongoing
Die Arbeit „Sketchblock“ untersucht Glas, Licht und Wahrnehmung anhand experimenteller Objekte, die im Rahmen eines fortlaufenden Design- und Forschungsprozesses entstehen. Der Name „Sketchblock“ verweist auf ein Skizzenblatt — einen offenen Denk- und Arbeitsraum, in dem Ideen durch das Machen entstehen und sich ohne vorgegebenes Ergebnis entwickeln können.
Ausgangspunkt jeder Arbeit ist stets derselbe: ein Glasblock im Format 20 × 10 × 2,5 cm. Dieses festgelegte Format wirkt wie ein leeres Skizzenblatt und bildet einen konstanten Rahmen, innerhalb dessen Variationen durch Experiment und Bearbeitung entstehen, nicht durch Veränderung der Form.
Ausgehend von Annette Douglas’ textilem Hintergrund werden Themen wie Struktur, Rhythmus, Farbe, Dichte und Bewegung in neue materielle Ausdrucksformen aus Glas übersetzt. Die Arbeiten untersuchen das Verhältnis von Transparenz und Opazität sowie die Frage, wie Licht räumliche Wahrnehmung prägt.
Der Prozess ist bewusst experimentell angelegt. Prototypen, Studien und Materialtests fungieren als physisches Skizzenbuch, in dem sich Ideen durch das Arbeiten mit dem Material entwickeln. Techniken wie Giessen, Schneiden, Schleifen oder thermische Transformation erforschen das Verhalten des Materials im Zusammenspiel mit Licht, Schwerkraft und Bearbeitung. Licht wird dabei zu einem aktiven Gestaltungselement: Oberflächen fangen es ein, filtern oder reflektieren es und erzeugen je nach Blickwinkel und Umgebung wechselnde visuelle Eindrücke.
Die Objekte bewegen sich zwischen Design, Forschung und künstlerischer Praxis. Sie sind zugleich eigenständige Arbeiten und Untersuchungen materieller Intelligenz, die Impulse für zukünftige architektonische und textile Anwendungen liefern.




